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Aktionen Botnang Hand in Hand

Auf der Suche nach Rio Reiser

„Lass uns’n Wunder sein“

Gestartet ist das Begleitprogramm zur Ausstellung „Meine Name ist Mensch“ am 20. August in der AWO Botnang mit dem Film „Lass uns’n Wunder sein – auf der Suche nach Rio Reiser“ von Stefan Paul.

Der Filmemacher war zu Gast und hat den rund 60 Gästen im anschließenden Gespräch seinen persönlichen Bezug zum„besten Texter deutscher Texte in der Rockmusik“ (Herbert Grönemeyer) nahe gebracht.

Rio Reiser, der am 20.8.1996 mit nur 46 Jahren verstorbene Rocksänger, Komponist und Frontmann der Band „Ton Steine Scherben“, hat den der Ausstellung den Titel gebenden Song „Mein Name ist Mensch“ geschrieben: „Ich habe viele Väter, ich habe viele Mütter und ich habe viele Schwestern und ich habe viele Brüder. Meine Väter sind schwarz und meine Mütter sind gelb. Meine Brüder sind rot und meine Schwestern sind hell. Ich bin über zehntausend Jahre alt und meine Name ist Mensch …“

Rio Reiser bekannte: „Für mich ist es selbstverständlich gegen Unterdrückung, Ausbeutung, Rassismus aufzutreten. Wie Menschen miteinander umgehen, ob der eine den anderen akzeptiert oder ausbeutet – da fängt doch jede Politik an.“ (zitiert nach „Rio Reiser. Das alles und noch viel mehr“ von Hollow Skai). Diese Haltung hat er in zahlreichen stilprägenden Songs mit der Band Ton Steine Scherben und später als Solo-Künstler zum Ausdruck gebracht. (Aus Anlass seines 75. Geburtstags am 9. Januar 2025 wurde jetzt übrigens der legendäre Auftritt im Rockpalast 1982 in restaurierter Fassung auf DVD und CD neu aufgelegt.)


MenschenRechte im Blick

Sigrid Klausmann und Walter Sittler

Das Begleitprogramm zur Ausstellung trägt den Titel „MenschenRechte im Blick“ und umfasst Vorträge, Filme, Gespräche und Begegnungen. Es wird am Dienstag, 30.9., 17 Uhr mit dem Film „199 Kleine Held:innen“ fortgesetzt. Sigrid Klausmann und Walter Sittler präsentieren ihr weltumspannendes Kurzfilmprojekt im Familien- und Nachbarschaftszentrum FuN, Paul-Lincke-Str. 8, Stuttgart-Botnang. Die Filme versinnbildlichen den Weg der Kinder ins Leben, ihr Recht auf Bildung, in eine gute Zukunft. Sie geben den Kindern eine Stimme.

Drei dieser Schulwege werden exemplarisch vorgestellt

Die junge Palästinenserin Miral (Bild), eine hochbegabte Fußballerin, die aber auch die Situation ihres Landes reflektiert, die fehlende Freiheit …; der kleine Philosoph Enjo hat eine besondere Beziehung zu den Schweizer Bergen und überrascht mit seinen Kenntnissen und Kommentaren zur Atomkraft; Ekhlas Schulweg in Jordanien dauert etwa eine Stunde, bei schlechtem Wetter auch länger. Einige Abschnitte sind gefährlich mit schmalen, steinigen Pfaden vor steilem Abgrund …

Miral

Das Programmheft liegt kostenlos in der AWO aus oder kann als PDF-Dokument via E-Mail (s.u.) angefordert werden.

Die Ausstellung ist noch bis 31. Januar 2026, Montag bis Freitag von 11 bis 17 Uhr zu sehen. Auf Anfrage können Führungen (z.B. auch für Schulklassen) organisiert werden. Eintritt frei – Spenden erwünscht.

Kontakt „Botnang Hand in Hand“: Uwe Rosentreter via E-Mail unter u.rosentreter@t-online.de

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