Stuttgart Hand in Hand: Damit aus Brandmauern ein Bollwerk wird

Termine + Veranstaltungen

Alle Veranstaltungen im Überblick

10.07.2026, 18:00 Uhr
Vernissage mit Peter Grohmann,
Zimmerman’s Dream und Schüler*innen der Silcher-Schule Kornwestheim

17.07.2026, 14:30 Uhr
„Open Your Heart“ und „199 kleine Held*innen“ – Lesung und Filmvorführung mit Sigrid Klausmann und Walter Sittler

11.08.2026, 17:30 Uhr
Workshop „Demokratie-Fitness“ mit
Corinna Walz

15.08.2026, 15:00 Uhr
Führung „Mein weißer Blick“ mit
Dagmar Buntins

10.09.2026, 14:30 Uhr
Stolpersteine-Rundgang mit
Gudrun Greth

11.09.2026, 18:30 Uhr
Führung „Mein weißer Blick“ mit
Dagmar Buntins

02.10.2026, 18:00 Uhr
Finissage

Kunst trifft Menschenrechte: 
Ausstellung im Stadtteilhaus Hallschlag

’s Dudelsäckle e. V. und Die AnStifter e. V. zeigen vom 10. Juli bis 2. Oktober 2026 visuelle Interpretationen der UN-Menschenrechtserklärung.

Ab dem 10. Juli 2026 wird das Stadtteilhaus Hallschlag zum Ort eines ungewöhnlichen Kunstprojekts. Unter dem Titel „Mein Name ist Mensch“ zeigen ’s Dudelsäckle e. V. und Die AnStifter e. V. eine Ausstellung, die sich auf besondere Weise mit der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der UNO vom 10. Dezember 1948 auseinandersetzt. Zu sehen sind visuelle Interpretationen des Künstlers Jochen Stankowski zu den 30 Artikeln des Dokuments – und das bis zur Finissage am 2. Oktober 2026.

„Wir wollten die Menschenrechte aus dem rein juristischen Raum herausholen und für alle Menschen erlebbar machen“, sagen Uwe Rosentreter und Peter Hinderer, die Organisatoren der Ausstellung. „Jochen Stankowski schafft das, indem er jeden Artikel in eine reduzierte, visuelle Sprache übersetzt – das ist ein Angebot an die Sinne und zugleich eine Konzentration auf das Wesentliche.“

Stankowski selbst beschreibt seinen Ansatz so: Nicht jedes Bild lasse sich von jedem Betrachter gleich empfinden und entschlüsseln. Jeder Mensch bringe seine eigenen Assoziationen mit, geprägt von Kultur und Milieu. „Das Lesen eines Bildes ist individuell“, so der Künstler. Der Prozess des Betrachtens werde bestimmt durch die Größe der Formen oder die Intensität der Farben – „die Augen springen, suchen sich eine Reihenfolge, das Gefühl macht sich seine eigene Geschichte.“

Dass die Ausstellung gerade jetzt gezeigt wird, ist den Organisatoren zufolge kein Zufall. „In Zeiten, in denen Grundrechte weltweit unter Druck geraten, ist es wichtiger denn je, diese Werte sichtbar zu machen – mitten im Stadtteil, niedrigschwellig und offen für alle.“

Umfangreiches Begleitprogramm

Begleitet wird die Ausstellung von einem umfangreichen Rahmenprogramm: Filmvorführungen, eine Buchlesung bei der Fahrbibliothek im Römerkastell, Gespräche und Begegnungen, ein Rundgang entlang der Stolpersteine im Stadtteil sowie Führungen durch die Ausstellung „Mein weißer Blick“ in der Steigkirche. Ergänzt wird das Programm durch einen Workshop „Demokratie-Fitness“.

Zur Vernissage am 10. Juli um 18:00 Uhr werden Peter Grohmann, das Duo Zimmerman’s Dream sowie Schülerinnen und Schüler der Silcher-Schule Kornwestheim erwartet. Den Abschluss bildet am 2. Oktober die Finissage.

Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei, Spenden sind willkommen. Um Anmeldung via E-Mail wird gebeten: uwe.rosentreter@die-anstifter.de

Ein Informationsblatt zum Begleitprogramm liegt kostenlos im Stadtteilhaus Hallschlag aus und kann als PDF unter www.dudelsaeckle.de heruntergeladen werden.

Stuttgart Hand in Hand am 2. Juni 2024 auf dem Marienplatz.
Foto: Joachim E. Röttgers

Seitdem im Januar 2024 das „Geheimtreffen von Potsdam“ aufgedeckt wurde, gehen in Deutschland Hunderttausende auf die Straße und demonstrieren gegen neofaschistische Machtfantasien, Menschenverachtung und Populismus. Sie beziehen klar Position: Für die Werte des Grundgesetzes, für Menschlichkeit und Freiheit.

Mit der Initiative „Stuttgart Hand in Hand“ wollen wir im Schulterschluss mit Initiativen aus anderen Städten dazu beitragen, dass dieses klare Einschreiten gegen rechte Hetze und das offene Bekenntnis zu den Werten unserer Demokratie in der Öffentlichkeit präsent bleiben.

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